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DYV |
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Deutscher Yoga Dachverband
Am 28. Juni. 2007 gründeten in Berlin 7 Yoga-Verbände den Dachverband Deutscher YogalehrerInnen DYV
Die Gründungsmitglieder:
- Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY) - Bund der Yoga Vidya Lehrer e.V. (BYV) - Deutsche Yoga Gesellschaft e.V. (DYG) - 3H Organisation Deutschland e.V. (3HO) - International Sivananda Yoga - Iyengar-Yoga-Vereinigung Deutschland e.V. (IYVD) - Kneipp-Bund e.V. - vertreten durch die Sebastian-Kneipp Akademie (SKA / Ausbildung) und dem Verband der Yogalehrenden im Kneipp Bund (vylk)
Damit wurde die Bundesarbeitsgemeinschaft Yoga - BAG, die am 11. Oktober 2003 von 9 deutschen Yogaverbänden (BDY, IYVD, 3HO, DYG, Kneipp-Bund e.V., Mahindra-Institut, Sivananda International, vylk und Yoga-Vidya) gegründet wurde, aufgelöst.
Wer ist der DYV?
Der DYV versteht sich als Interessenvertretung der Mitglieds-Verbände.
Er vertritt die gemeinsamen Interessen der angeschlossenen Verbände in der Öffentlichkeit und dient dem Erhalt und der Förderung der Vielfältigkeit des Yoga.
Insbesondere will der DYV Yoga in seiner Vielfalt und seinen Anwendungsbereichen in der Gesellschaft verbreiten, die Festlegung von Mindeststandards für Ausbildungs-, Qualitäts- und Ethikrichtlinien bewirken, die Interessen der Mitglieder gegenüber öffentlich-rechtlichen und privaten Institutionen und Verbänden vertreten, internationale Kontakte pflegen und den fachspezifischen Erfahrungsaustausch fördern.
Mitglieder im Verband können nur Verbände sein, die folgende Kriterien erfüllen: - Mitglieder müssen juristische Personen sein - als Verband mindestens 3 Jahre seit Gründung bestehen - über Ausbildungs-, Qualitäts- und Ethikrichtlinien verfügen, die die Kriterien des DYV e.V. erfüllen
Was ist Yoga?
Yoga stammt von yui, einem Begriff aus dem Sanskrit, der alten Sprache Indiens. Yoga meinte im alten Indien zunächst etwas ganz Praktisches: das Anbinden oder Anschirren von Zugtieren (Ochsen, Pferden etc.) vor einen Wagen. Auch wir kennen den Begriff "Yoga" aus diesem Zusammenhang. Das deutsche Wort "Joch" und der indische Begriff "Yoga" sind sprachlich eng miteinander verwandt. Wenn man Zugtiere vor einen Wagen oder einen Pflug spannt, dann geschieht zweierlei: Die Tiere, die vorher für sich waren, werden miteinander verbunden, es erfolgt also eine Vereinigung. Andererseits bekommt der Fuhrmann oder Bauer mit dem Joch und Geschirr Kontrolle über die Tiere, es findet damit eine Lenkung der Zugtiere statt. Übertragen heißt das, den menschlichen Sinnen keinen freien Lauf zu lassen, sondern sie unter die Kontrolle des Bewusstseins zu stellen.
In den Upanisaden (ab etwa 900 v. Chr.) heißt es sinngemäß: "Der menschliche Körper ist das Fahrzeug der Seele (eigentlich des "Selbstes" = atman), und die menschlichen Sinne sind zunächst wie wilde Tiere. Sie müssen gebündelt (vereinigt) und kontrolliert (gelenkt) werden, damit der Mensch mit seinem Fahrzeug zur "Selbst-Verwirklichung" gelangen kann. Yoga dient heute als Oberbegriff für Techniken und Methoden, die das Ziel haben, unsere Erfahrungen von Körper, Geist und Seele zu verbinden.
Yoga entfaltet sein Tun auf vielen Ebenen: Auf körperlicher Ebene dehnen und stärken Yogahaltungen jede Muskelgruppe. Das führt zu mehr Kraft, Bewegungsfreiheit und guter Haltung. Haltungen und Atemübungen regen den Stoffwechsel an, vergrößern die Sauerstoffaufnahme und unterstützen die Entgiftung. Yoga stärkt die Funktion aller Organe und Organsysteme. Dadurch wird Gesundheit bewahrt oder wiederhergestellt.
Yoga heute
In den letzten Jahren sind in der deutschen Yoga-Szene interessante Entwicklungen zu beobachten. An herausragender Stelle stehen hierbei die Bemühungen verschiedener Institutionen, ihre Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern dem hohen Anspruch und Niveau des traditionellen Yoga anzugleichen. Einige private Yoga-Schulen, von denen es mittlerweile über 200 in ganz Deutschland gibt, und die oben genannten Yoga-Verbände des DYV e.V. bemühen sich seit Jahren um die Sicherung und Vereinheitlichung von Qualitätskriterien für die Ausübung einer Yoga-Lehrtätigkeit.
In den letzten Jahren zeigt sich noch eine andere Tendenz, die nicht nur im Bereich des Yoga wirksam wird: das allmähliche Zusammenrücken von Yoga-Wissenschaft und Yoga-Praxis. Diese Entwicklung ist sehr positiv. Die indische Yoga-Geschichte lehrt uns ja, dass das ganzheitlich wirkende und multidimensional angelegte Yoga-System nur unter Heranziehung von Wissen und Erfahrung erforscht und umgesetzt werden kann. In Indien war eine Trennung von Theorie und Praxis - wie im Westen - auch nie auszumachen, gilt doch der Yoga dort bis heute als die "Erfahrungswissenschaft" schlechthin.
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